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Papier ist ungleich, geadelt in Kunst und Fotografie und darüber hinaus universell einsetzbar. Qualität und Verwendungszweck bestimmen die Wertschätzung. Der Einsatsort ist von großer Bedeutung. Das Papier auf dem stillen Örtchen muss sich da ganz hinten anstellen. Die Bildserie “Paper Art” ändert das. Bereits der Titel nährt die Vermutung eines anderen Blicks auf das niedere Blatt.

Nun ist das Toilettenpapier für wahr ein Massenprodukt und industriell gefertigt. Das macht es allerdings leicht, die Arbeiten mit der Klorolle und ihre einzelnen Teile in die vornehme Gesellschaft der Objets trouvés und Readymades zu bringen. “Kleider machen Leute”, dachte sich der Künstler und machte das niedere Blatt gesellschaftsfähig. Dafür brauchte das Klopapier keine große Kosmetik und musste sich auch nicht großartig verrenken. Er gab dem Toilettenpapier einfach den passenden Rahmen und änderte den Einsatzort. Mit einem leichten Augenzwinkern hängte er es kurzerhand in Galerien. Allerdings bleiben die Arbeiten nicht ohne einen kritischen Beigeschmack im Kunstmarkt. /Mara Christensen

“2497 Mal habe ich im letzten Jahr neben dem Papier im stillen Örtchen verbracht. Wie lange ich dort verträumt saß, weiß ich nicht. Alle Zeit zusammengerechnet kommt bestimmt viel zusammen. Glaub ich der Rhein-Neckar-Zeitung und blicke auf die letzten 25 Jahre zurück, saß ich dort ein ganzes Jahr ohne den anrüchigen Ort jemals verlassen zu haben. Stets hing neben mir die aufgespießte Papierrolle”. /jP

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#Lost Paper

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Kontroversen gehören zur Natur von Kunst und Kreativität.
/Yoko Ono